Schloß-Gespräche 2017

Trebnitzer Schloß-Gespräche 2017

Die Trebnitzer Schloß-Gespräche werden von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Sofern nicht anders angegeben, findet das Gespräch in der Alten Schmiede statt und der Eintritt kostet jeweils 4,- Euro. Im Anschluss jedes Gesprächs laden wir unsere Gäste herzlich bei einem Buffet zu einem geselligen Ausklang des Abends ein.

…………………………………………………………………………..

23. Februar 2017, 19 Uhr (Dieses Gespräch findet in der Remise statt!)
Schloss- und Gutsparkanlagen an der Ostbahn zwischen Berlin und Kostrzyn (Küstrin)

Geschichtlich bedingt, gibt es in der Region an der ehemaligen preußischen Ostbahn viele Schlösser, Guts- und Herrenhäuser mit den dazugehörigen Parks oder Gartenanlagen. Die Hervorhebung aller regionalen Besonderheiten, somit auch der vielen, von jedem Bahnhof aus zu erreichenden „Ländlichen Parkanlagen, Guts- und Herrenhäusern“ kann helfen, die Attraktivität dieser Bahnverbindung noch deutlicher zu machen.

Was kann man mit diesem fast unerschöpflichen Potenzial in Brandenburg anfangen? Im Land Brandenburg werden über 800 Anlagen geschätzt, davon sind im Landkreis Märkisch-Oderland ca. 70 Objekte festzustellen. Ist die einstige Schönheit dieser Gutsparkanlagen wiederherstellbar oder weiter zu entwickeln? Was gibt es für Modelle der Bürgerbeteiligung und des ehrenamtlichen Engagements, um die alten Gartenanlagen zu revitalisieren und diese als Entwicklungspotenzial für den ländlichen Raum zu nutzen?

Referenten:
– Rainer Zeletzki, Leitender Baudirektor und Amtsleiter Stadtplanung i.R., Berlin
– Dr. Marion Tauschke, „Parkhelden“ Trebnitz

Moderation: Darius Müller

…………………………………………………………………………..

27. März 2017, 19 Uhr
Silberhochzeit – Srebrne gody
25 Jahre deutsch-polnische Begegnungen

Die politische Wende 1989, die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze durch den Bundestag 1990 und der deutsch-polnische Partnerschaftsvertrag
1991 waren die Grundlage für ein mehrheitlich freundschaftliches Vierteljahrhundert an der Oder. Bereits Anfang der 1990er Jahre entstand beiderseits der Grenze eine Vielzahl von Bürgerinitiativen, Bildungseinrichtungen und Vereinen für Austausch und Begegnung.

Das Europäische Zentrum für transnationale Partizipation am Schloß Trebnitz und das Institut für angewandte Geschichte haben eine Auswahl dieser Aktivitäten in einer Online-Serie vorgestellt, die jetzt in Buchform vorliegt. Die Formate aus den Oderregionen zeigen die inhaltliche und methodische Vielfalt der zivilgesellschaftlichen Projektlandschaft. Die Berichte werfen einen Blick zurück auf die Arbeit der letzten 25 Jahre.“

Referenten:
– Maria Schlüter, Autorin des Buches „Silberhochzeit – Srebrne gody“
– Krzysztof Wojciechowski, Collegium Polonicum

Moderation: Stephan Felsberg, Institut für angewandte Geschichte e.V.

Weitere Informationen zu der Online-Serie >>

…………………………………………………………………………

10. April 2017, 19 Uhr
Die politische Lage vor der Bundestagswahl
Situation der Parteien und die Analyse der Orientierungen der Wähler

Der Parteienforscher Prof. Dr. Oskar Niedermayer erörtert mit den Gästen des Schloß-Gespräches die Situation vor der Bundestagswahl 2017. Die Definition und die Rolle der Volksparteien, die Zerstrittenheit der Unionsparteien in Bezug auf das Thema Flüchtlinge, die Situation der AfD, der Einfluss der Krisen auf das Wahlverhalten sind nur einige Beispiele von Themen, die aufgegriffen werden. Dabei hilft der Wissenschaftler mit seinen klaren Definitionen und Einordnungen der in den Medien oft willkürlich benutzen Begriffe wie beispielsweise „Populismus“ dabei, eine sachliche Diskussion der Parteiensituation und der Wähler-Orientierungen zu ermöglichen.  

Referent:
– Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin, Arbeitsstelle Empirische         Politische Soziologie / Otto-Stammer-Zentrum

Moderation: Darius Müller

…………………………………………………………………………….

10. Mai 2017, 19 Uhr
Krieg im Äther – Zum medialen Klassenkampf beider deutscher Staaten
(Ausstellungseröffnung)

Wo verläuft die Grenze zwischen Information und Manipulation? Die in der Alten Schmiede präsentiere Ausstellung „Krieg im Äther“ hinterfragt das Fernsehen als Mittel der Auseinandersetzung zwischen Ost und West. Texttafeln und TV-Beispiele von 1956 bis 1989 zeigen das Fernsehen als Mittel der Propaganda einerseits und als Weg zur freien Meinungsbildung andererseits. In Gegenüberstellung werden bedeutende historische Ereignisse wie Mauerbau und Mauerfall aus der Perspektive beider deutscher Staaten beleuchtet. Anhand konkreter TV-Beiträge lädt „Krieg im Äther“ dazu ein, die Rolle des Fernsehens und das Verhältnis zwischen Medien, Politik und Gesellschaft genauer zu betrachten.
Weitere Informationen auf der Website des Wilhelm-Fränger-Instituts >>

Referenten:
– Prof. Dr. Jürgen Haase, Geschäftsführer des Wilhelm-Fränger-Instituts

Moderation: Stephan Felsberg, Institut für angewandte Geschichte e.V.

Die Ausstellung ist vom 10.05. bis zum 28.06. zu besichtigen. Um Anmeldung wird gebeten unter empfang@schloss-trebnitz.de oder Tel. 033477-5190.

……………………………………………………………………………….

30. Mai 2017, 19 Uhr
Stettin, Breslau und Danzig – Einst und Jetzt
Buchvorstellung und Gespräch

Szczecin, Wrocław und Gdańsk sind drei der attraktivsten polnischen Metropolen, von deren Lebendigkeit und Vielfalt auch viele deutsche Besucher schwärmen. Besonders der offene und selbstbewusste Umgang dieser Städte mit ihrer deutschen Vergangenheit beeindruckt viele. Im Rahmen der von der „Märkischen Oderzeitung“ herausgegebene Buchreihe „Einst und jetzt“ entstanden seit 2015 drei Bände, in denen historische und heutige Aufnahmen aus den drei polnischen Großstädten gegenübergestellt sind. Die zweisprachigen Texte dazu entstanden mit Partnern aus dem Nachbarland. Während des  Schloß-Gesprächs wollen Herausgeber und Autoren nicht nur ihre Bücher vorstellen, sondern auch davon berichten, welche persönlichen Überraschungen und Erkenntnisse sie bei den Recherchen erlebten.
Die Bücher können auf Wunsch erworben werden.

Referenten:
– Frank Mangelsdorf, Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung (Herausgeber)
– Dietrich Schröder (Autor: Text)
– Thomas Burckhardt (Autor: Foto)

Moderation: Darius Müller

…………………………………………………………………………………

29. Juni 2017, 19 Uhr (Dieses Gespräch findet in der Remise statt!)
„Brandenburch“ – Grausame Wahrheiten zur Regionalsprache

Unangenehme Tatsachen, die jeder gebürtige Brandenburger gerne verleugnen würde, kommen ans Licht beim Sprachwissenschaftler Dr. Peter Rosenberg. Keiner der Aspekte des märkischen Zungenschlags wird tabuisiert. Woher kommt die brandenburgische Regionalsprache? Welche Einflüsse waren für die Mundart in der Gegend wichtig? Wie wird sie heute eingeschätzt, und was sind die Überlebenschancen der typisch brandenburgischen Sprachnutzung in der globalisierten Zukunft?

Referent: Dr. Peter Rosenberg, Professor für Sprachwissenschaft, Sprachgebrauch und      Sprachvergleich an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Moderation: Stephan Felsberg, Institut für angewandte Geschichte e.V.

…………………………………………………………………………………

Termin noch unklar
Das Kulturzentrum Zamek Poznań
Ein Beispiel der deutsch-polnischen Beziehungen auf dem Gebiet der Geschichte und Kultur

Die Aufgaben der Partnerschaftsbeauftragung werden von Trebnitz wie von Posen aus erledigt. Der Standort in Posen befindet sich im dortigen Kulturzentrum „Zamek“, der ehemaligen kaiserlichen Residenz, die nun seit Jahrzehnten ein Ort der Kultur, der Bildung, der Jugendarbeit und der Zivilgesellschaft ist.
Der Partnerschaftsbeauftragte trifft dort auf ein ganzes Netzwerk an jungen Kultur- und Jugendbildungsorganisationen, die in die unterschiedlichen Kooperationsprojekte auf dem Gebiet der Zivilgesellschaft, der Kultur und der Verwaltungen eingebunden werden.

Referenten:
– Janusz Pazder, Denkmalschutzberater des Kulturellen Zentrums CK Zamek Poznań
– Jagna Domzalska, Programmleiterin der Künstlerresidenzen CK Zamek Poznań

Moderation: Darius Müller

……………………………………………………………………………….

Termin noch unklar
Vor- und Nachteile der EU-Förderung für die Nichtregierungsorganisationen in Großpolen und Brandenburg

Brandenburg ist nun seit einem Vierteljahrhundert, Polen seit 12 Jahren Mitglied der Europäischen Union. Viele EU-Förderprogramme widmen sich der Unterstützung der Zivilgesellschaft in den Beitrittsländern. In einem deutsch-polnischen Gespräch möchten wir klären, wie sich der finanzielle Einfluss auf die Arbeit der Zivilgesellschaft auswirkt, welche Bedeutung hat er für die inhaltliche Ausrichtung oder die finanzielle Kontinuität bei den NGOs?

Referenten:
– Katarzyna Pszczoła, Expertin für soziale Kommunikation in der Vertretung der         Europäischen Kommission in Polen
– Monika Łagodzinska, Koordinatorin Centrum NGO Poznań
– Bernhard Schnittger, Stellvertretender Leiter der Vertretung und Leiter der         politischen Abteilung in der Vertretung der Europäischen Kommission in         Deutschland

Moderation: Darius Müller

…………………………………………………………………………………

Termin noch unklar
Landwirtschaft global und regional

Die Landwirtschaft steht im Fokus vieler Interessensgruppen: Ernährungswirtschaft, Verbraucherschutz, Umweltbewegung, Daseinsvorsorge im ländlichen Raum, Tourismus, Tierschutz oder globaler Handel. Die Komplexität der Fragen überfordert viele Menschen. Daher möchten wir uns dem Thema zuerst mit aktiven Landwirten aus Märkisch-Oderland annähern und solche konkreten Fragen wie Lebensmittelsicherheit, gesunde Umwelt, Tierwohl, Nachhaltigkeit, aber auch Wirtschaftlichkeit, Effizienz und die finanziellen Bedürfnisse der Landwirtschaft erörtern.

Referenten:
– Henrik Wendorff, Vorsitzender des Landesbauernverbandes Brandenburg
– Frank Schumacher, Geschäftsführer der Trebnitzer Agrarproduktion GmbH

Moderation: Darius Müller

………………………………………………………………………………..

Termin noch unklar
Märkische Lichtspiele – Ausflüge ins Filmland Brandenburg

In Brandenburg werden viele, auch berühmte Filme gedreht, vor allem in Babelsberg. Großproduktionen für Kino und Fernsehen, aber auch Studentenfilme: Sie alle und auch das erste deutsche Filmmuseum in Potsdam spielen eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entwicklung des Landes. Mit Ralf Forster begeben wir uns auf eine Reise durch einhundert Jahre Brandenburger Filmgeschichte.
Kann die Filmlandschaft in Brandenburg weiterentwickelt werden? Wie kann man das reiche Kinoerbe an Jugendliche vermitteln?

Referent: Dr. Ralf Forster, Filmmuseum Potsdam

Moderation: Stephan Felsberg, Institut für angewandte Geschichte e.V.

…………………………………………………………………………………

Termin noch unklar
Die neuen jungen Alten – Senioren in den Dörfern

Deutschland wird immer älter. Allein in Brandenburg sind 32% der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Um sich dieser Entwicklung anzupassen, muss sich in der Gesellschaft einiges ändern. Für viele der „neuen Alten“ ist die steigende Lebenserwartung ein Grund zur Freude: sie werden immer fitter und haben immer später das Gefühl, wirklich alt zu sein. Rentner engagieren sich in hohem Maß für die Gesellschaft: Sie betreuen ihre Enkel, pflegen Angehörige und betätigen sich ehrenamtlich. In immer mehr Gemeinden organisieren Senioren wohltätige Projekte. Immer mehr nutzen Weiterbildungsangebote und Sportvereine. Welche Angebote gibt es in der Region, und wie kann die generationsübergreifende Zusammenarbeit erweitert werden?

Referenten:
– Hertha thor Straten, Vorsitzende des Brandenburgischen Seniorenverbandes
– Gernot Schmidt, Landrat des Kreises Märkisch-Oderland
– Diana Golze, Arbeits- und Sozialministerin des Landes Brandenburg

Moderation: Darius Müller