Schloß-Gespräche 2017

Trebnitzer Schloß-Gespräche 2018

Die Trebnitzer Schloß-Gespräche werden von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Die Gespräche finden in der Alten Schmiede oder in der Remise statt, der Eintritt kostet jeweils 4,- Euro. Im Anschluss jedes Gesprächs laden wir unsere Gäste herzlich bei einem Buffet zu einem geselligen Ausklang des Abends ein.

Um Anmeldung unter empfang@schloss-trebnitz.de wird gebeten.

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DIE NÄCHSTEN TERMINE
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21. März 2018, 19 Uhr, Schmiede

Schloss- und Gutsparkanlagen an der Ostbahn östlich von Küstrin (Kostrzyn)

Geschichtlich bedingt, gibt es in der Region an der ehemaligen preußischen Ostbahn viele Schlösser, Guts- und Herrenhäuser mit den zugehörigen Parks oder Gartenanlagen. Nahezu jedes Dorf besitzt ein Gutshaus und die meisten davon mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Garten oder Park.

Besonders wichtig erscheint die Erschließung dieser Region mittels entsprechenden Nahverkehrsangeboten. Die Ostbahn spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Hervorhebung aller regionalen Besonderheiten, somit auch der vielen, von jedem Bahnhof aus zu erreichenden „Ländlichen Parkanlagen, Guts- und Herrenhäusern“ kann helfen, die Attraktivität dieser Bahnverbindung noch deutlicher zu machen!

Was kann man mit diesem fast unerschöpflichen Potenzial in Brandenburg anfangen? 2017 widmeten wir uns der brandenburgischen Seite der Grenzregion, 2018 steht der polnische Teil im Fokus. Ist die einstige Schönheit dieser Gutsparkanlagen wiederherstellbar oder weiter zu entwickeln? Was gibt es für Modelle der Bürgerbeteiligung und des ehrenamtlichen Engagements, um die alten Gartenanlagen zu revitalisieren und diese als Entwicklungspotenzial für den ländlichen Raum zu nutzen?
Diese Möglichkeiten sollen in einem anschließenden Gespräch diskutiert werden.

Referenten:
– Rainer Zeletzki, Leitender Baudirektor und Amtsleiter Stadtplanung i. R., Berlin
– Dr. Marion Tauschke, Trebnitzer „Parkhelden“
Moderation: Darius Müller

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26. April 2018, 19 Uhr, Schmiede

Senioren- oder Gemeinwesenarbeit?
Die neuen jungen Alten in den Dörfern

Deutschland wird immer älter. Allein in Brandenburg ist 32% der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Um sich dieser Entwicklung anzupassen, muss sich in der Gesellschaft einiges ändern. Für viele der „neuen Alten“ ist die steigende Lebenserwartung ein Grund zur Freude: Sie werden immer fitter und haben immer später das Gefühl, wirklich alt zu sein. Rentner engagieren sich in hohem Maß für die Gesellschaft: Sie betreuen ihre Enkel, pflegen Angehörige und betätigen sich ehrenamtlich.

In immer mehr Gemeinden organisieren Senioren wohltätige Projekte. Immer mehr nutzen Weiterbildungsangebote und Sportvereine. Welche Angebote gibt es in der Region, und wie kann die generationsübergreifende Zusammenarbeit erweitert werden?

Die neuen jungen Alten halten das gesellschaftliche Leben in den Brandenburger Dörfern am Leben. Werden sie in den nächsten Jahren genügend Nachfolger rekrutieren können? Stimmt es tatsächlich, dass sie mehr mit den Jugendlichen zusammenarbeiten wollen, um ihre Erfahrungen weiterzugeben?

Referentin: Hertha Thor Straten, Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats
Moderation: Doris Steinkraus, Märkische Oderzeitung, Seelow

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26. Mai 2018, 19 Uhr, Schmiede

Die politische Lage nach der Bundestagswahl 2017
Die aktuelle Situation der Parteien und die Analyse der Orientierungen der Wähler

Der Parteienforscher Prof. Dr. Oskar Niedermayer erörtert mit den Gästen des Trebnitzer Schloß-Gespräches die Situation nach der Bundestagswahl 2017. Die Definition und die Rolle der Volksparteien, die Zerstrittenheit der SPD in Bezug auf das Thema Regierungsbildung, die Situation der AfD, der Einfluss der Krisen auf das Wahlverhalten sind nur einige Beispiele von Themen, die aufgegriffen werden.

Referent: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin, emeritierter Professor Arbeitsstelle Empirische Politische Soziologie und ehemaliger Leiter des Otto-Stammer-Zentrums
Moderation: Darius Müller

 

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BEREITS STATTGEFUNDENE TERMINE
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12. Januar 2018, 19 Uhr, Schmiede
Märkische Lichtspiele
Regionales Filmerbe in Brandenburg – der Amateurfilm in der DDR

Ralf Forster, Filmexperte am Filmmuseum Potsdam gibt einen Einblick in regionales Amateurfilmschaffen aus DDR-Zeiten. Der Amateurfilm zeigt oft ein anderes Bild als das offizielle und bekannte aus DDR-Film und -Fernsehen. Hier kommt nicht selten der private Blick, die Hobbyperspektive auf Region und Gesellschaft zur Geltung. Filmbeispiele geben Einblicke in den Industrie- bzw. Handwerksfilm bzw. Filme über regionales „Brauchtum“ etwa am Beispiel der sorbischen Kultur. Gefilmt wurde meist auf 8 mm, Kameras und Projektoren gab es in den Fotogeschäften zu kaufen, Amateurfilmer organisierten sich in Amateurfilmclubs. Kommen Sie mit auf diese Reise in die DDR mit einem anderem Blick auf die Region!

Präsentiert werden DDR-Amateurfilme unterschiedlicher Thematik und ästhetischer Qualität; verschiedene Urheberschaften, hergestellt für unterschiedliche Zwecke – zumeist jedoch für die Öffentlichkeit bestimmt (kein Privat- bzw. Familienfilm) /
Laufzeit der Filmbeispiele: ca. 30’

Vortrag und im Gespräch: Dr. Ralf Forster, Filmwissenschaftler, Filmmuseum Potsdam
Moderation: Stephan Felsberg, Institut für angewandte Geschichte e.V., Frankfurt (Oder)