Am 23. März 2026 fand im Schloss Trebnitz die offizielle Auftaktveranstaltung zur neuen Amtsperiode des Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für Polen (2026–2028) statt. Der Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. übernimmt diese Aufgabe im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg für weitere drei Jahre.
Mit dem neuen Mandat geht eine wichtige strukturelle Weiterentwicklung einher: Erstmals bündelt Schloss Trebnitz die Zusammenarbeit mit allen fünf polnischen Partnerregionen im Grenzraum – Westpommern, Niederschlesien, Masowien, Lubuskie und Großpolen. Ziel ist es, bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Partnerschaftsstrukturen aufzubauen.
Bereits vor der offiziellen Eröffnung trat der neu konstituierte deutsch-polnische Beirat auf dem Campus zusammen. Das Gremium begleitet die Arbeit der kommenden Jahre beratend und vereint Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft.
Im Anschluss begrüßte Schloss Trebnitz zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur feierlichen Auftaktveranstaltung in der Feldsteinscheune.
In den Grußworten wurde die besondere Bedeutung der deutsch-polnischen Beziehungen hervorgehoben – insbesondere im Jahr des 35. Jahrestages des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Dabei wurde immer wieder betont, dass erfolgreiche Partnerschaften vor allem von persönlichen Begegnungen und gegenseitigem Vertrauen leben.
Grußworte sprachen:
- Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landtags Brandenburg
- Jakub Wawrzyniak, stellvertretender Botschafter der Republik Polen in Deutschland
- Gregor Beyer, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg
- Wojciech Jankowiak, stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Großpolen
Besonders hervorgehoben wurde die Rolle von Schloss Trebnitz als zentraler Knotenpunkt der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Dies gilt hauptsächlich für die zahlreichen Kinder- und Jugendprojekte sowie den stetig wachsenden Austausch zwischen Fachakteurinnen und Fachakteuren beider Länder.
Inhaltliche Impulse für die kommenden Jahre setzte die stellvertretende Partnerschaftsbeauftragte Magdalena Antoniewicz. Sie stellte zentrale Vorhaben wie den Beruflichen Dialog, den Agrar-Dialog sowie neue Jugend- und Austauschformate vor.
Darüber hinaus wurden der Ausbau wissenschaftlicher und kultureller Kooperationen mit der BTU Cottbus-Senftenberg und der Universität Poznań sowie perspektivisch mit der Universität Stettin vorgestellt. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch künstlerische Residenzen, Austauschprojekte und neue Netzwerke im deutsch-polnischen Grenzraum.
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war der musikalische Beitrag von Rolf Zuckowski. Mit seinem persönlichen Auftritt unterstrich er eindrucksvoll die Bedeutung kultureller Brücken zwischen den Generationen und bereicherte die Veranstaltung um eine besondere emotionale Note.
Den Abschluss bildete ein deutsch-polnisches Buffet, das Gelegenheit für persönliche Gespräche, Begegnungen und die Vernetzung der Gäste bot.
Die Veranstaltung markierte damit nicht nur den feierlichen Beginn einer neuen Amtsperiode, sondern auch die inhaltliche Weiterentwicklung der Partnerschaftsarbeit mit erweitertem geografischem und thematischem Fokus.












