Bildungs- und Begegnungszentrum e.V.

Kunst entdecken

Ein Ort für Kreativität, Begegnung und Austausch

Auf der gesamten Gutsanlage kann man Skulpturen entdecken, zahlreiche Veranstaltungen und Projekte widmen sich der Kunst. Eine zentrale Rolle spielt das Gustav Seitz Museum mit seinen wechselnden Ausstellungen.

Öffentliche Kunst

Auf der gesamten Gutsanlage können Besucherinnen und Besucher zahlreiche Kunstwerke entdecken. Zum Teil sind diese von Gustav Seitz, andere sind im Rahmen von Bildhauer-Pleinairs entstanden. (zum Vergrößern einfach auf die Karte klicken)

Gustav Seitz Museum

Im ehemaligen Waschhaus der Gutsanlage befindet sich das Gustav Seitz Museum. Es zeigt Werke des Künstlers in wechselnden Ausstellungen, ergänzt durch Positionen herausragender figürlich arbeitenden Bildhauern des 20. Und 21. Jahrhunderts. Träger des Museums ist die Gustav Steitz Stiftung, die den Nachlass von Gustav Seitz seit 1989 erforscht und betreibt.

zur Website des Gustav Seitz Museum

Deutsch-polnische Bildhauer-Pleinairs

Seit 2012 veranstaltet Schloss Trebnitz – zuerst in Eigenregie, dann in Kooperation mit dem Gustav-Seitz-Museum – deutsch-polnische Bildhauer-Pleinairs. Im Mittelpunkt dieser künstlerischen Arbeitsaufenthalte steht der Austausch zwischen professionellen Künstlerinnen und Künstlern beider Länder, die gemeinsam vor Ort arbeiten, einander inspirieren und ihre unterschiedlichen Perspektiven in den kreativen Prozess einbringen.

Die Pleinairs bieten dabei nicht nur Raum für konzentriertes künstlerisches Schaffen, sondern auch für Begegnung und Dialog mit der Öffentlichkeit, etwa durch Werkstattgespräche oder Präsentationen der entstehenden Arbeiten. Einige der in diesem Rahmen geschaffenen Skulpturen sind bis heute auf dem Campus von Schloss Trebnitz zu sehen.

Alle deutsch-polnischen Bildhauer-Pleinairs

Antike – Vorbild und Inspiration? (2021)

Im Rahmen des deutsch-polnischen Pleinairs für figürliche Plastik arbeiteten 11 Künstlerinnen und Künstler aus Polen und Deutschland zwei Wochen lang unter freiem Himmel in Trebnitz. Die entstandenen Werke wurden anschließend in einer Ausstellung präsentiert, begleitet von einem zweisprachigen Katalog. Der Gustav-Seitz-Preis ging an Norbert Delman für sein Werk „Totem der Medusa“.

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Figurative Plastik (2019)

Im Pleinair für figürliche Plastik wurde die Künstlerin Martyna Pająk (Poznań) mit dem Gustav-Seitz-Preis ausgezeichnet. Ihre Arbeit „Stele“ entstand aus einem Eichenstamm aus dem Trebnitzer Schlosspark und verbindet Material, Ort und Skulptur unmittelbar miteinander.

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Torso - Absichtlich unvollendet / Intentionally unfinished (2016)

Über zwei Wochen arbeiteten internationale Künstlerinnen und Künstler zum Thema „Torso“. Parallel wurden Werke von Gustav Seitz präsentiert, wodurch ein direkter Dialog zwischen zeitgenössischer und historischer Skulptur entstand. Der Gustav-Seitz-Preis ging an Ralf Ehmann für seine Arbeit „Werden im Vergehen“ (Kalkstein, 150 cm).

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Mensch - Who is afraid of figurative sculpture (2014)

Mehr als 100 Bewerbungen gingen für dieses Pleinair zur menschlichen Figur ein. In Kooperation mit der Gustav Seitz Stiftung wurde erstmals der Gustav-Seitz-Preis vergeben. Preisträgerin war Julia Schleicher mit der Arbeit „Animalicus“ (Pappelholz, 180 cm). Die Ausstellung trug den Titel „Who is afraid of figurative sculpture?“ und zeigte die Vielfalt zeitgenössischer figurativer Positionen.

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Ostbahn (2012)

Im Rahmen der Restaurierung der Alten Schmiede entstand ein interdisziplinäres Kunstprojekt zum Thema „Ostbahn“. Acht Künstlerinnen und Künstler arbeiteten mit Medien wie Fotografie, Malerei, Skulptur, Design und Performance. Begleitend fanden kreative Workshops mit deutschen und polnischen Jugendlichen statt – Kunst wurde hier direkt zum Bildungsprozess.

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Kunst für Bildung und Begegnung

Kunst eröffnet Räume für Austausch und gemeinsames Lernen über Sprach- und Ländergrenzen hinweg. Sie macht historische Zusammenhänge erfahrbar, fördert Perspektivwechsel und stärkt das gegenseitige Verständnis. Gemeinsam mit dem Gustav Seitz Museum realisiert Schloss Trebnitz Projekte der kulturellen und künstlerischen Bildung, die sich insbesondere an junge Menschen aus Deutschland und Polen richten.

Projektbeispiele

Gustav Seitz. Leben – Geschichte – Werk (2019)

Deutsche und polnische Schüler*innen setzten sich intensiv mit der Biografie des Bildhauers Gustav Seitz auseinander. Dabei untersuchten sie nicht nur seine künstlerische Entwicklung, sondern auch die historischen Umstände, die sein Schaffen geprägt haben. Ziel des Projekts war es, ein Verständnis für künstlerische Freiheit im Spannungsfeld politischer und gesellschaftlicher Bedingungen zu entwickeln und zugleich praktische Einblicke in museale Arbeitsweisen zu gewinnen.

Jugendprojekt „Oderbruch – Kunst und Fahrrad!“ (2010)

In diesem grenzüberschreitenden Projekt arbeiteten Jugendliche aus Deutschland und Polen gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern an eigenen Kunstwerken. Diese wurden entlang regionaler Rad- und Wanderwege im Oderbruch installiert und machten Kunst im öffentlichen Raum unmittelbar erlebbar. Auf diese Weise wurde die Landschaft selbst zum Ausstellungsort, und Kunst rückte in den Alltag der Menschen vor Ort – als Einladung zur Begegnung, Bewegung und Auseinandersetzung.

 

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